Bethesda Programm: Experten beantworten Ihre Fragen zu Arthrose in Hüfte und Knie am Telefon

10. September 2020

Wann ist eine Operation bei Arthrose sinnvoll, wann nicht? Welche Alternativen gibt es? Welche neuen Methoden und Materialien gibt es in der Endoprothetik? Wie lange dauert es, bis man wieder fit ist? Welche Sicherheiten bietet die Klinik in Coronazeiten?

Am Donnerstag, 10. September, ist von 17:00 bis 18:00 Uhr wieder das Bethesda Expertentelefon für Sie geschaltet:

T (0202) 2 90 – 23 46. Wir freuen uns über Ihren Anruf!

Am Hörer sind zu diesen und Ihren anderen Fragen Dr. med. Ulrich Leyer, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, OrthopädischeChirurgie und Handchirurgie, und Dr. med. Thomas Morawietz, Leiter des Endoprothetik-Zentrums. Mit über 1.000 Hüftoperationenkann er auf viel Erfahrung zurückblicken und ist Spezialist auf dem Gebiet der Orthopädischen Chirurgie.

Quälende Schmerzen beim Gehen, sportliche Aktivitäten, die stark eingeschränkt werden müssen: Hüft- und Kniebeschwerden beeinträchtigen den Alltag der Betroffenen in erheblichem Ausmaß. Eine der Hauptursachen vor allem im Alter – ist die Arthrose.Im zertifizierten Endoprothetik-Zentrum am AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS kümmern sich ausgewiesene Expertenum Patienten, die unter Schmerzen in der Hüfte und im Knie leiden. Zudem verfügt das Krankenhaus mit seinen neun Kliniken und sechs Zentren über ein breites, fachübergreifendes Behandlungsspektrum, sodass hier Patienten mit Vorerkrankungen, wie zum Beispieldes Herzens oder der Gefäße, umfassend versorgt werden können.

Herr Dr. Leyer, wann ist eine Operation sinnvoll?
Sie ist es prinzipiell dann, wenn die Beschwerden den Patienten quälen und ihn in seiner Lebensführung so einschränken, dass erselbst die Operation wünscht. Außerdem müssen nicht-operative Therapien ausgeschöpft und Verschleißerscheinungen so ausgeprägtsein, dass es keine sinnvolle Alternative zum Gelenkersatz gibt. Eine Operation ist aber immer der letzte Schritt. Gerade im Bereich derEndoprothetik gibt es Neuentwicklungen, die vielversprechend sind – sowohl im Hinblick auf die Beschaffenheit der Prothese, als auchin Bezug auf die Operationstechnik. Welche Therapie geeignet ist, besprechen wir individuell und ausführlich mit dem Patienten.

Herr Dr. Leyer, was ist, wenn ich eine Vorerkrankung habe?
Gerade ältere Menschen, die einen Gelenkersatz im Bereich der Hüfte oder des Knies benötigen, kommen oft mit Vorerkrankungenzu uns. Ein Vorteil unseres Krankenhauses ist, dass wir über neueste Medizintechnik verfügen und viele Spezialisten unter einemDach haben – insbesondere für Herz und Gefäße – die wir hinzuziehen können. Und im Bedarfsfall können wir Risikopatientenauf der interdisziplinären Intensivstation oder Überwachungsstation auf höchstem Niveau versorgen.

Herr Dr. Morawietz, Sie wenden bei der Hüft-OP eine besonders schonende Operationsmethode an. Welche Vorteile hat das fürden Patienten?
Eine Besonderheit unseres Endoprothetik-Zentrums ist die Behandlung der Hüfte über den „vorderen Zugang“. Im Gegensatz zurherkömmlichen Methode, die einen Eingriff über die Körperseite oder den hinteren Teil vorsieht, wird hier ein Schnitt vorgenommen,der das Gewebe besonders schont, weil eine natürliche „Lücke“ zwischen den Muskeln genutzt werden kann und diese somit nichtdurchtrennt werden müssen. Auch die Längen der Hautschnitte können deutlich reduziert werden. Das ist ein großes Plus für die Patienten. Sie leiden weniger unter Wundschmerz und erholen sich schneller.

Herr Dr. Morawietz, welche Sicherheiten bietet die Klinik in Coronazeiten?
Mit unserem Hygienekonzept können wir auch in der aktuellen Situation den Patienten die höchstmögliche Sicherheit bieten. Allestationär aufgenommenen Patienten werden bei uns auf Corona getestet. Der Bereich zur Aufnahme von möglichen Corona-Patientenist von den anderen Bereichen strikt getrennt.