Bethesda Programm für interessierte Bürger "Wenn das Knie schmerzt" am Do., 11.04., 17 Uhr

11. April 2019

Der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks ist eine der häufigsten Operationen in der Orthopädie. Etwa 150.000 Eingriffe werden jährlich durchgeführt. Ziele sind die Schmerzen zu reduzieren, die Gelenkfunktion und die Lebensqualität zu verbessern. Eine der Hauptursachen für Knieschmerzen – vor allem im Alter – ist die Arthrose. Im zertifizierten Endoprothetik-Zentrum im AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS kümmern sich ausgewiesene Experten um Patienten, die unter Schmerzen im Knie leiden. Am 11. April informiert der Leiter des Zentrums, Dr. med. Thomas Morawietz, über schonende Verfahren, die die Endoprothetik heute anbietet.

Herr Dr. Morawietz: Wann ist eine Operation sinnvoll?
Dr. Morawietz: Sie ist es prinzipiell dann, wenn die Beschwerden den Patienten quälen und ihn in seiner Lebensführung so einschränken, dass er selbst die Operation wünscht. Außerdem müssen nicht-operative Therapien ausgeschöpft und Verschleißerscheinungen so ausgeprägt sein, dass es keine sinnvolle Alternative zum Gelenkersatz gibt.
 
Wann wird welches Gelenk eingesetzt?
Dr. Morawietz: Das hängt vom Ausmaß des Verschleißes ab. In den meisten Fällen ist das „klassische“ künstliche Kniegelenk (Oberflächenersatz) sinnvoll. Das geschieht ähnlich wie das Überkronen eines Zahns: Der Knochen bleibt erhalten und nur die verschlissene Gelenkfläche wird mit der Prothese „überkront“. Bei jüngeren Menschen ist oft nur ein Teil des Knies verschlissen. Hier ist eine Teilprothese hilfreich, ein kleinerer Eingriff also. Ein großer Vorteil unseres Krankenhauses ist das breite fachübergreifende Behandlungsspektrum. Wenn Patienten zum Beispiel eine Vorerkrankung am Herzen haben, können wir die Therapie mit unseren Herzspezialisten abstimmen.
Außerdem bietet das Bethesda spezielle Reha-Sportgruppen für orthopädische Erkrankungen an. Weitere Infos zum Reha-Sport: T (0202) 2 90 - 27 82.

Wie lange dauert es, bis ich wieder gehen kann?
Dr. Morawietz: Bei gutem Verlauf des Eingriffs ist das Knie des Patienten prinzipiell sofort voll belastbar. Aber das hängt auch davon ab, wie fit der Patient vorher war. Die stationäre Behandlung dauert etwa ein bis zwei Wochen. Danach ist eine Rehabilitation sinnvoll, die direkt im Anschluss angetreten werden kann.

Wie kommen die Patienten zu Ihnen?
Dr. Morawietz: Unsere Klinik bietet Kniesprechstunden an. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter T (0202) 2 90 - 27 27 oder 2 90 – 20 06.